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Die Romantik bezeichnet eine kulturgeschichtliche Epoche. Sie beginnt am Ende des 18. Jahrhunderts und dauert bis weit in das 19. Jahrhundert hinein und äußert sich vor allem auf den Gebieten der bildenden Kunst, der Literatur und der Musik. In der Literatur der Romantik (etwa 1795–1848) unterscheidet man Frühromantik (bis 1804), Hochromantik (bis 1815) und Spätromantik (bis 1848). In der Malerei dauert die Spätromantik bis Ende des 19. Jahrhunderts, in der Musik bis Anfang des 20. Jahrhunderts.


https://de.wikipedia.org/wiki/Romantik


Phasen der Romantik


Die Romantik verläuft parallel zu den Epochen Klassik und Vormärz. Sie hat 3 Phasen:



  • 1795-1804 Frühromantik

  • 1805-1815 Hochromantik

  • 1816-1848 Spätromantik


Themen in der Romantik


Die Romantiker lehnen die Realität ab. Sie versuchen die Wirklichkeit, die von den Folgen der Industrialisierung und Revolutionen (Französische Revolution) geprägt ist, zu vergessen. Die Profitgier der Gesellschaft wird abgelehnt und die Wissenschaft stark kritisiert. Nicht alles lasse sich erklären.
Die Romantik übernimmt die Hochachtung der Kunst aus der Klassik und die Wertschätzung der Gefühle aus dem Sturm und Drang.



  • Hochschätzung der inneren Natur des Menschen ( wie z.B. Sehnsucht und Trieb)

  • Wertschätzung der Kunst

  • Kritik am Spießertum

  • Sinn für Übernatürliches (z.B. Fabelwesen) und Märchen

  • Verherrlichung des Mittelalters

  • Nacht / Dämmerung

  • Natur


Die Lyrik und Literatur der Romantik folgen keinem festgesetzten Schema. Keine Inhalte und Formen sind festgelegt.


Poesie



"Die romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie." - Friedrich Schlegel



Progressivität beschreibt eine stetige Weiterentwicklung, welche offen für neue Formen und Inhalte ist.


Als Universal gilt die Aufhebung der Grenze zwischen den Gattungen und Themen. Die Funktion der Poesie ist Harmonisierung. Man versucht Gegensätze zu vereinen (Traum und Wirklichkeit, Endliches und Unendliches, Märchen und Gesellschaftskritik). Zur Umsetzung dessen ist unbeschränkte dichterische Freiheit notwendig.



Mondnacht
(Joseph Freiherr von Eichendorff)


Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blüthenschimmer
Von ihm nun träumen müßt'.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Aehren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

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