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Als Open Educational Resources (englisch, kurz OER) werden freie Lern- und Lehrmaterialien mit einer offenen Lizenz wie etwa Creative Commons oder GNU General Public License in Anlehnung an den englischen Begriff für Freie Inhalte (open content) bezeichnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Open_Educational_Resources

"Mein Gott, ist das teuer!" - Ein Klassensatz Schulbücher kostet viel. So können Lehreinrichtungen sich nicht immer die aktuelleste Version eines Werkes leisten. Nur ein neues Buch zu kaufen und für die Klasse zu kopieren, wäre eine Lösung - doch meistens sind die Bücher lizenzrechtlich geschützt. Ihre Inhalte dürfen nur begrenzt und oft nur unverändert weiterverbreitet werden. Das gestalltet auch das Erstellen von Arbeitsblättern schwer. Um dennoch gut vorbereitet zu sein, können Lehrende auf OER zurückgreifen.

Was sind OER?

Die Abkürzung OER steht für "Open Educational Resources". Erstmals benutzt wurde diese Formulierung im Jahr 2002 durch die UENSCO. Es gibt keine allgemeingültige deutsche Übersetztung, oft werden OER aber "freie Bildungsmaterialien" genannt.

Als OER gelten Lehr- und Lernmaterialien, Software (alle Medien im Bildungskontext), die (fast) ungehindert genutzt, kopiert, verändert und wiederveröffentlicht werden können - oder nur mit geringen Einschränkungen. Die OER unterliegen trotzdem dem Urheberrecht, doch besitzen sie Lizenzen, die eine Verwendung und Anpassung erleichtern. Oft verwendet werden die Creative-Commons-Lizenzen "CC 0", "CC BY" und "CC BY SA". Sie werden als offene Lizenzen bezeichnet.

Vorteile von OER

OER sind frei zugänglich und kostenlos. Sie unterliegen weniger strengen Lizenzen als Schulbücher. Sie können meist beliebig vervielfältig werden und eine Anpassung für den Unterricht ist weniger eingeschränkt. OER-Ersteller fördern so eine Kultur des Teilens und der Zusammenarbeit, die Reichweite der eigenen Arbeit steigt und sie fördern durch die freie Verfügbarmachung eine Demokratisierung der Bildung.

OER sind Teil von "offener Bildung". Zu "offener Bildung" oder "offenem Lernen" zählen zudem die Berücksichtigung des freien Zugangs und eine Bewertungen im Bildungsrahmen. Genauer gesagt: "Offenes Lernen kann als Bildungsansatz verstanden werden, der danach strebt, alle unnötigen Lernbarrieren abzubauen und gleichzeitig Lernenden Erfolgschancen in einem Bildungs- und Ausbildungssystem zu bieten, das sich auf ihre speziellen Bedürfnisse ausrichtet." (WassindOER, Seite 9) Dazu gehören verschiedene Prinzipien, nach denen diese Offenheit beurteilt werden kann. OER fördert diese Offenheit durch die freie Verfügbarkeit, dennoch ist eine tatsächliche offene Lernsituation allein durch die Lizenzierung von Inhalten als OER nicht gegeben.

Hürden für OER

Zwar teilen viele Lehrer oder Dozenten Materialien mit ihren engeren Kollegen, sind aber nicht bereit, diese öffentlich zu machen. Dafür wird oft eine fehlende Kultur des Teilens verantwortlich gemacht, aber auch die Angst vor Kritik von Kollegen.

Zwar wird von Kritikern oft auf die fehlende Qualitätskontrolle von (kostenlosen) OER hingewiesen, allerdings ist dies auch bei anderen Materialien, die frei im Internet verfügbar sind oder sogar bei geprüften Inhalten gegeben. Letztlich verlangt der Einsatz von Lehrmaterialien immer auch die Medienkompetenz des Lehrenden (und des Lernenden), der sich mit der Qualität auseinandersetzt. Bei der Fülle an kostenlosen Materialien, die schon immer genutzt wurden, hindert eine generelle Skepsis gegenüber kostenfreien Materialien die Verbreitung von OER aber eher nicht.

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Open Educational Resources (OER) bezeichnen freie Bildungsinhalte oder -medien. Aber was bedeutet das? Wie erkenne ich sie? Und was habe ich davon? Hier gibt es das Grundwissen zu OER.
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